
Stille Mahnwache am 26. Februar 2026 von 12 bis 16 Uhr am Zoopalast Berlin –
Am 26. Februar 2026
🕛 12:00 – 16:00 Uhr
📍 Vor dem Zoopalast, Berlin
Vier Jahre bevor die Wohnungslosigkeit laut EU-Vorgaben beendet sein soll, veranstaltet das Bündnis gemeinsam gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumung am 26. Februar 2026 vor dem Zoopalast Berlin eine stille Mahnwache. Zum Anlass nimmt das Bündnis die Zwangsräumung von Daniel Z.
Seit seiner Zwangsräumung am 26.02.2020 ist Daniel Z. wohnungslos. Seine Geschichte steht stellvertretend für hunderttausende Menschen in Deutschland, die ohne eigenes Zuhause leben müssen.
Die Mahnwache dient dem Gedenken an die von Wohnungslosigkeit betroffenen und verstorbenen Menschen sowie der Mahnung an Politik und Gesellschaft:
🔹 53.000 Menschen in Berlin leben in zwangsgemeinschaftlicher Unterbringung
🔹 Über 6.000 Menschen leben auf der Straße
🔹 Mehr als 650.000 Menschen bundesweit ohne eigenes Zuhause
🔹 Jährlich über 2.000 Zwangsräumungen allein in Berlin
Besonders erschütternd ist, dass allein auf Hamburgs Straßen innerhalb von 23 Tagen 15 wohnungslose Menschen verstorben sind.
Bis 2030 soll laut Nationalem Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit die Wohnungslosigkeit überwunden sein. Wenn jedoch zentrale Akteure diesen Plan faktisch aufgeben und sich eine gesellschaftliche Gewöhnung an Obdachlosigkeit abzeichnet, offenbart dies nicht nur politisches Versagen. Artikel 14 Absatz 2 des Grundgesetzes verpflichtet Eigentum zum Gemeinwohl – dieser Grundsatz darf nicht weiter missachtet werden.
Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, hat sich das Bündnis zusammengeschlossen. Es besteht aus zahlreichen Erfahrungsexpert*innen, ehrenamtlichen Organisationen, Gruppen, Initiativen, Kunstschaffenden und Einzelpersonen. Gemeinsam werden so lange Mahnwachen abgehalten, bis die Wohnungsnot für alle Menschen überwunden ist.
Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit sind keine Naturgesetze. Sie können überwunden werden – für echte gesellschaftliche Teilhabe und Menschenwürde.
Bündnis gemeinsam gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumungen